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8. Februar 2010

Monteverde – Krötenwetter

Hm… Das war heute kein schöner Tag für uns. Es regnet die ganze Zeit, feinste Nebelschwaden so schwanger mit Wasser, dass es sprühte.

Bad Hair Day (Bild: Silke Gondolf)

Bad Hair Day (Bild: Silke Gondolf)

So einen Himmel konnte ich nicht gebrauchen, denn alles sieht einfach nur “Matsche” für die Kamera aus. Hier wechselt das Wetter so schnell, man kommt kaum mit der Kleidung hinterher! Zu heiß, zu kalt, plötzlich Regen, plötzlich Sturm, plötzlich blauer Himmel etc. pp.

Krötenwetter (Bild: Silke Gondolf)

Krötenwetter (Bild: Silke Gondolf)

Aber die Kröten und Frösche hatten heute wenigstens ihren Spaß – so ein Wetter lieben diese Hüpfer. Costa Rica ist bekannt für seine Frösche und heute konnten wir ein paar sehen.

Wie immer, die STARS stellen sich an, haben Allüren, zicken rum … Diese Dame wollte nicht vor die Kamera – die Körpersprache spricht ja wohl Bände …

Bisschen schüchtern (Bild: Silke Gondolf)

Bisschen schüchtern (Bild: Silke Gondolf)

Madame wohnt in den Bäumen. Penthouse nehm ich an. Der rotäugige Baumfrosch ist nicht giftig – im Nebelwald reicht es aus, giftig zu gucken, um nicht als Lunch in einem Quetzalmagen zu landen.

Madame Frog (Bild: Silke Gondolf)

Madame Frog (Bild: Silke Gondolf)

Die Dame entspannte sich nach einer Weile und schlich von dannen – erst ein kleiner Hüpfer und dann ein großer und weg war sie. Das Wetter lädt zum Gammeln ein. Einfach nur den Wolken zu zuschauen – Roomservice anrufen und auf dem Balkonschaukelstuhl dem Zirpen, Quaken und Zwitschern zuzuhören. Morgen muss die Sonne scheinen, sonst haben wir schon wieder ein Problem.

Silke Gondolf (Naturreservat Monteverde, Costa Rica)

Posted von Panamericana-Team in Costa Rica   | 1 Kommentar »
7. Februar 2010

Monteverde Reservat – Die große Tierparty!

Erinnert ihr euch – wir damals in Los Tarrales?

Morgens um 3.00 Uhr oder 4.00 Uhr auf “Quetzal Pirsch” durch unwegsamstes Gelände, zerstochen und geplagt von Malaria Moskitos – ohne ein einziges “buntes Huhn” zu sehen?

Quetzalmännchen mit Punkhaarschnitt (Bild: Silke Gondolf)

Quetzalmännchen mit Punkhaarschnitt (Bild: Silke Gondolf)

Wochen später, in Costa Rica – da fielen uns die Quetzals nur so vor die Linse! Wir konnten beim Nestbau zuschauen, Krach machen, soviel wir wollten, zwischendurch was essen gehen – die bunten Vögel blieben uns den ganzen treu.

Rubber Necking Quetzal (Bild: Silke Gondolf)

Rubber Necking Quetzal (Bild: Silke Gondolf)

Videoblog Panamericana

Quetzal Mann beim Nestbau (Video: Silke Gondolf)

Haarige Faultiermama mit Baby (Bild: Silke Gondolf)

Haarige Faultiermama mit Baby (Bild: Silke Gondolf)

Als Zugabe kam dann am Nachmittag noch eine überaus gelangweilte Faultiermama mit ihrem Baby – die schwebten 20 Meter über uns auf einem Ast und rührten sich wenig.

Ebenfalls in den Ästen turnten diverse Brüllaffen und aßen Früchte. Die sind ganz schön groß!

Brüllaffe beim Frühstück (Bild: Silke Gondolf)

Brüllaffe beim Frühstück (Bild: Silke Gondolf)

Auf dem Boden zogen Armee Ameisen und Blätter mit Beinen ihres Weges — und es war so schön und friedlich alles.

Eine Armee Ameisen auf dem Weg (Bild: Silke Gondolf)

Eine Armee Ameisen auf dem Weg (Bild: Silke Gondolf)

Blatt mit Beinen (Bild: Silke Gondolf)

Blatt mit Beinen (Bild: Silke Gondolf)

Sogar von oben konnten wir auf den Nebelwald hinunterschauen – denn Monteverde hat Hängebrücken!

Nebelwald von oben (Bild: Silke Gondolf)

Nebelwald von oben (Bild: Silke Gondolf)

Und ich bin so groggy von der ganzen Aufregung und Marschiererei heute – ich kann nix Schlaues mehr schrieben – genießt die Fotos: DAS war ein TOLLER Tag!!!

Bromelienparty (Bild: Silke Gondolf)

Bromelienparty (Bild: Silke Gondolf)

Quetzal hit by the sun (Bild: Silke Gondolf)

Quetzal hit by the sun (Bild: Silke Gondolf)

Ich fand das Faultier am Besten. Von dem Vieh kann man sich eine Scheibe abschneiden …

Silke Gondolf (Reserva Monteverde, Costa Rica)

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6. Februar 2010

Endlich: Neues Land für das Panamericana Team!

Schwamm drüber – Nicaragua!

Land in Sicht: Costa Rica, wir kommen! (Bild: Silke Gondolf)

Land in Sicht: Costa Rica, wir kommen! (Bild: Silke Gondolf)

Heute morgen ganz früh ging es zum Flughafen San Pedro Sula.
Denn der glückliche Tag der Zweibeiner-Verschiffung war gekommen, nachdem Hilux und Equipment per See- und Luftweg ebenfalls gekonnt Nicaragua umschifften. (siehe gestriger Blog vom 5.2.10)

Innerhalb von 1,5 Stunden Flug, über ein komplett bewölktes Nicaragua – das war bestimmt Absicht, damit wir noch nicht mal von “oben” draufgucken können – landeten wir in San José, der Hauptstadt Costa Ricas.

Schlagartig fing die “Zivilisation” an. Gepäckbänder am Airport! Welch Luxus! Und echte Banken zum Geldwechseln!

Banken wechseln Geld, kein Moneychanger auf der Straße (Bild: Silke Gondolf)

Banken wechseln Geld, kein Moneychanger auf der Straße (Bild: Silke Gondolf)

Dann kam William mit einem Hyundai-Bus und fuhr uns nach Monteverde, einem wunderschönen Naturreservat.
Ich lag flach wie ein Pfannkuchen auf der Rückbank – Augen zu, IPod auf den Ohren und schlief tief und fest bis wir fast da waren.

Als ich wach wurde, machte mein Herz große Hüpfer — bei so viel SCHÖNER Landschaft und der Aussicht darauf, hier morgen zu drehen!

Auf dem Weg nach Monteverde (Bild: Silke Gondolf)

Auf dem Weg nach Monteverde (Bild: Silke Gondolf)

Juchuuu – endlich raus aus dem Schlamassel!!!

Und ich habe eine neuen “malariafreien Teslaersatz”, David. David und Tesla waren gemeinsam auf der High School und haben zusammen studiert – und damit ist David schon geadelt. Tesla geht’s inzwischenwas besser , aber das muss man in Relation zur Krankheit sehen. Malaria ist kein Spass – die arme Motte braucht noch ein paar Tage …

Wir arbeiten überall - David macht was klar ... im Supermarkt (Bild: Silke Gondolf)

Wir arbeiten überall - David macht was klar ... im Supermarkt (Bild: Silke Gondolf)

Wir kamen nachmittags im Monteverde Reserve  an. David und ich schmissen die Koffer ins Zimmer und fuhren direkt zu den Parkrangern – zum Casten eines Protagonisten. Als wir da so saßen und uns besprachen – und ich die ganze Zeit nur wie paralysiert auf die Monsterstachelbienen an der Fensterscheibe starrte – sah ich diesen Affen!

Ja, bitte morgen genauso – wenn die Kamera läuft, bloß ein bisschen mehr die Mundwinkel nach oben und den weißen Kragen mal richtig waschen …

Da guckst du! (Bild: Silke Gondolf)

Da guckst du! (Bild: Silke Gondolf)

Und jetzt ist der Tag vorbei, alles ist gut und die Sonne malt uns was in den Himmel.

Bonito - Sonne verabschiedet sich (Bild: Silke Gondolf)

Bonito - Sonne verabschiedet sich (Bild: Silke Gondolf)

Sonnenkunst (Bild: Silke Gondolf)

Sonnenkunst (Bild: Silke Gondolf)

Silke Gondolf (Reserva Monteverde, Costa Rica)

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5. Februar 2010

San Pedro Sula: Eine Flug- und eine Hafengeschichte

Um 3.00 klingelte der Wecker, 20 Minuten vorher hatten meine Hotelzimmernachbarn ihren Videoabend mit Fußstampfen beendet.

Neee – das war nicht schön. Es war dunkel und kein Mensch hat Lust so früh schon auf den Beinen zu sein.

Zollhäuschen bei Nacht (Bild: Silke Gondolf)

Zollhäuschen bei Nacht (Bild: Silke Gondolf)

Die Wachmänner vom Zollhäuschen schliefen so fest irgendwo, dass wir mit dem Hilux einfach so durch fahren konnten.

Und dann ging es zum Rollfeld – alles Hochsicherheitstrakt und wir mussten unsere Pässe abgeben – bekamen an Stelle dessen Plastikkarten mit Nummern drauf. Alle Schusswaffen und Messer hatten wir zuhause gelassen – und durften aufs Rollfeld!

Zugang zum Rollfeld des Flughafens (Bild: Silke Gondolf)

Zugang zum Rollfeld des Flughafens (Bild: Silke Gondolf)

Auf dem Rollfeld stand “unsere” Maschine – hier sollen unser 297 Kilo rein.

Mensch und Maschine (Bild: Silke Gondolf)

Mensch und Maschine (Bild: Silke Gondolf)

Klar, es dauerte mal wieder endlos lange – aber es war sehr interessant. Superschöne Bilder, wir haben bestimmt viel zu viel gedreht!

Videoblog Panamericana

Die Kisten fliegen (Video: Silke Gondolf)

Aber wer nicht dreht, der rostet – und davon haben wir zum Glück alle genug: EISEN ist in uns – JAWOHL – deswegen sind wir auch alle so hart im Nehmen. Ich muss weder Kutteln, noch Leber essen – oder gar Rotwein trinken! Juchuuu!

Aber das nur am Rande.

Unsere Kartons und Alukisten, randvoll mit unserem “großen” Equipment rollte sich in den Bauch des Fliegers.

Unser Equipment auf dem Weg (Bild: Silke Gondolf)

Unser Equipment auf dem Weg (Bild: Silke Gondolf)

Dann hob der Flieger ab und weg war es, das Equipment. Es landet in Bogota …

Dann ging’s weiter. Jetzt war ja der Hilux dran. Da keiner ihn im Flieger mitnehmen wollte, muss er schwimmen – erst nach Panama und dann nach Buenaventura.

Auf ging es zum Hafen Puerto Cortes, am Atlantik. Eine Fahrstunde von der Stadt San Pedro Sula entfernt. Puerto Cortes ist Hafenstadt pur und lädt nicht gerade zum Schlendern ein. Hier bekommt man günstig Spanngurte, Leuchtwesten und sonstigen Hafenbedarf – und Burger bei Wendys.

Der Hilux schnuppert Hafenluft (Bild: Silke Gondolf)

Der Hilux schnuppert Hafenluft (Bild: Silke Gondolf)

Der Hilux, dem traut keiner – der bekam heute einen Rundum-Check der besonderen Art: Drogen, Bargeld, Sprengstoff???

Hilux und die Schnüffler (Bild: Silke Gondolf)

Hilux und die Schnüffler (Bild: Silke Gondolf)

Zack, so heißt die Supernase mit dem schwarzen Fell – checkte den kleinen Stinker und wedelte die ganze Zeit mit dem Schwanz. Der Hilux riecht nach Schokolade und Keksen – mal was anderes als Cash und Sprengstoff.

Zack+ Winsen an der Luhe (Bild: Silke Gondolf)

Zack+ Winsen an der Luhe (Bild: Silke Gondolf)

Dann ging es weiter, immer näher ans Wasser zu den Containern.

Hier kommt der Hilux-Container (Bild: Silke Gondolf)

Hier kommt der Hilux-Container (Bild: Silke Gondolf)

Caution High Trailer (Bild: Silke Gondolf)

Caution High Trailer (Bild: Silke Gondolf)

Der Hilux bekam eine extra hohe Box – in safrangelb. Und dann gings ab ins neue temporäre Heim:

Ein paarmal musste der Fahrer Anlauf nehmen, dann war er drin und wurde festgezurrt und genagelt. Die Batterie wurde abgeklemmt, Handbremse angezogen, Spiegel eingeklappt – und Schlüssel abgezogen.

Videoblog Panamericana

Der Hilux schwimmt (Video: Silke Gondolf)

Hilux in a Box (Bild: Silke Gondolf)

Hilux in a Box (Bild: Silke Gondolf)

Weg ist er - der Hilux (Bild: Silke Gondolf)

Weg ist er - der Hilux (Bild: Silke Gondolf)

Festgeschnallt und geklemmt wird er die Wellen reiten (Bild: Silke Gondolf)

Festgeschnallt und geklemmt wird er die Wellen reiten (Bild: Silke Gondolf)

Als alles fertig war, gingen wir alle zu Fuß weg. Komisches Gefühl – ohne Hilux!

Jetzt steht er in diesem gelben Container bis nächsten Donnerstag.

Hier, im kleinen gelben, residiert der Hilux (Bild: Silke Gondolf)

Hier, im kleinen gelben, residiert der Hilux (Bild: Silke Gondolf)

Ganz nah am Atlantik … und in 3 Wochen sehen wir ihn wieder!

Poller-Romantik (Bild: Silke Gondolf)

Poller-Romantik (Bild: Silke Gondolf)

Silke Gondolf (San Pedro Sula/Honduras)

Posted von Panamericana-Team in Honduras   | 2 Kommentare »
4. Februar 2010

San Pedro Sula – Kleiner Aderlass und viel Spaß beim Packen!

Was lange währt… wird manchmal gut!

Panamericana Team Blut (Bild: Silke Gondolf)

Panamericana Team Blut (Bild: Silke Gondolf)

Die erste Tat des Tages heute: Blutabzapfen in einem San Pedro Sula Blutfachlabor mit schwarzhaarigen, türkisbekittelten Vampiren.

Ich hatte meine Unterarme gut sauber gewaschen, all meinen Mut gesammelt und morgens 4 Toasts mit Nutella verspeist — bitte beachten: Heute ist WELT NUTELLA TAG!!! – und saß mal wieder auf einem Stuhl mit gepolsterten Armlehnen, wo man mir sonst gerne mal den Arm festschnallt (Deutschland!), weil ich nämlich gerne mal den Arm wegziehe, bei der Blutabnahme…

PIEKS (Bild: Silke Gondolf)

PIEKS (Bild: Silke Gondolf)

Es war mal wieder sehr traumatisch für mich und mein Venen – aber was sein muss, muss sein.

Fertig - und hat gar nicht weh getan (Bild: Silke Gondolf)

Fertig - und hat gar nicht weh getan (Bild: Silke Gondolf)

Die nette Vampirdame, gab mir zwar kein Bonbon – aber ein nettes, verständnisvolles Lächeln.

So, nun schauen wir mal wieviele rostige Nägel, Kalbslebern, Eigelbe in Rotwein, Sonnenblumenkerne und Lammfleischhaxen ich demnächst essen muss.

Dann ging es direkt weiter – wieder mal zu Schenker. Schenker gehört inzwischen zu unserem Produktionsalltag, wie Akkus aufladen und Shotlisten schreiben.

Hilux und Ruta 2 Bus in San Pedro Sulaf (Bild: Silke Gondolf)

Hilux und Ruta 2 Bus in San Pedro Sulaf (Bild: Silke Gondolf)

Sehr beeindruckt hat mich das Cargo Lager – wow – hier stehen “Geschichten” in den Regalen! Diese Kisten wollen alle irgendwohin und irgendwo warten Menschen auf, was auch immer da drin ist.

Cargo Lager Airport San Pedro Sula (Bild: Silke Gondolf)

Cargo Lager Airport San Pedro Sula (Bild: Silke Gondolf)

Hier darf man normalerweise nicht rein – das ist alles bewacht und da sind Zäune drum. Aber wir durften heute mit Spezialgenehmigung hier drehen und rumsausen. Klasse war das!

Security (Bild: Silke Gondolf)

Security (Bild: Silke Gondolf)

Ganz eigener kleiner Mikrokosmos, das Ganze. Hier donnern riesige Gabelstapler durch die Gänge, kleine Hubwagen bollern über den Betonboden und viel Muskelpower bewegen GÜTER von A nach B und in die großen Cargo Flieger.
Alle haben die Ruhe weg, auch wenn es hupt und piepst und knallt.

Cargo Airport (Bild: Silke Gondolf)

Cargo Airport (Bild: Silke Gondolf)

Und hier kamen dann auch unsere 7 Equipmentkisten hin, 297 Kilogramm Kameraequipment. Umpf – der arme Hilux hatte ganz schön zu schleppen!

Fragil (Bild: Silke Gondolf)

Fragil (Bild: Silke Gondolf)


Bye Bye Equipment (Bild: Silke Gondolf)

Bye Bye Equipment (Bild: Silke Gondolf)

Silke Gondolf (San Pedro Sula/Honduras)

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3. Februar 2010

San Pedro Sula – Alles wird gut und es ist schon fast langweilig…

Zeit sich mal wieder um die Gesundheit zu kümmern….
Wie eine aufmerksame Blog-Leserin und Kommentatorin uns gestern mitteilte, leiden wir an Anämie bzw. Eisenmangel – da wir nicht nur die „Schläfer-Malaria-Plasmodien“ in unserer Leber mit Primaquine endgültig einschläfern, sondern auch die Sauerstoff transportierenden guten, roten Blutkörperchen killen.
Jetzt stellt sich mir ein mathematisches Problem: Wieviel Gramm Nutella muss ich täglich essen, um meinen Eisenmangel auszugleichen – Fachleute vor!

Nutella in der mexikanischen Variante (Bild: Silke Gondolf)

Nutella in der mexikanischen Variante mit leicht anderen Nährwerten (Bild: Silke Gondolf)

Nutella Nährwertangaben pro 100g:

  • Brennwert: 2147 kJ / 514 kcal
  • Eiweiß: 7 g
  • Kohlenhydrate: 54 g
  • Fett: 30 g
  • Vitamin B2: 0,24 mg
  • Vitamin B12: 0,37 mg
  • Vitamin E: 10 mg
  • Calcium: 130 mg
  • Eisen: 2,8 mg
  • Magnesium: 75 mg

Nutella! Gar nicht so schlecht, was???
Wieviel Eisen hat ein 250 Gramm Steak – denn davon esse ich jeden Tag ein oder zwei Stück?
Vielleicht auch noch ein paar Tipps für eisenhaltige Rote Beete und Spinatfeldanbau – sieht ja so aus, als wären wir noch ein paar Tage hier ;)

 

Silke Gondolf (San Pedro Sula, Honduras)

Posted von Panamericana-Team in Honduras   | 5 Kommentare »
2. Februar 2010

San Pedro Sula – Mühsam, aber stetig …

… arbeiten wir uns raus aus dem Schlamassel!

Sicht auf San Pedro Sula aus meinem Hotelfenster (Bild: Silke Gondolf)

Sicht auf San Pedro Sula aus meinem Hotelfenster (Bild: Silke Gondolf)

San Pedro Sula hat die Lampen an und ich habe nichts vom Tag mitbekommen. Seit früh morgens wurde auf der einen wie auf der anderen Seite der Welt sehr konzentriert an unserer “Bergung” gearbeitet: der Umschiffung bzw. dem Umfliegen des Problemlandes Nicaragua.

Kein Transportflugzeug will den Hilux an Bord nehmen, so viel stand schon mal um 13.00 Uhr fest. Das wäre am einfachsten und vor allem am schnellsten gewesen. Denn wir hängen in der Zeit!

Nein, der Hilux, der muss schwimmen – untrainiert direkt Marathondistanz! Von Puerto Cortes nach Miami, dann durch den Panamakanal nach Buenaventura/Kolumbien.

Wir fliegen bald raus aus Honduras, fahren auf dem Landweg mit einem Auto durch Costa Rica und Panama – fliegen dann rüber nach Kolumbien und holen den kleinen Stinker in Buenaventura ab. Dann wird er wieder mit all unserem Zeugs vollgeladen, welches parallel per Luftfracht nach Medellín reist – und dann geht es weiter wie bisher.

Wir sind auf dem Landweg schneller, als der Hilux schwimmen kann, und daher müssen wir zwischendurch ein paar Tage Trauma-Therapie machen. Irgendwo am Strand in Panama. Mit WLAN, das ist klar.

Dank an alle (!!!), die uns in den letzten Tagen unterstützt haben, mit E-Mails, Skype, im Blog und live vor Ort. Wir waren ein echter Problemfall und viele Köpfe rechts und links von uns haben gequalmt, in diesem ganzen unnötigen Dilemma.

Diskodance für euch! (Bild: Silke Gondolf)

Diskodance für euch! (Bild: Silke Gondolf)

Thanks for all your support!!!

Silke Gondolf (San Pedro Sula, Honduras)

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1. Februar 2010

San Pedro Sula – Neuer honduranischer Feiertag: Tag des NEIN

Emotionale U-Turns mit Flick Flack Einlagen: Die Nullnummer

Hier am Atlantik in San Pedro Sula ist es schön warm und grün. Hier wachsen Bananen, hier leben Papageien. Hier kann ich endlich Häuserwände mit politischen Parolen vollschmieren und hier verbinden einen die Löcher in der Straße direkt mit Australien. So sieht meine Zukunft momentan aus. Wir stecken fest. Immer noch.

Container-Schlange (Bild: Silke Gondolf)

Container-Schlange (Bild: Silke Gondolf)

Der Hilux, der soll ja das Land auf dem Seeweg verlassen und hatte eigentlich einen Schwimmtermin mit Schenker am Mittwoch. Das Wort “eigentlich” ist hier ausschlaggebend, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn nicht nur Tesla hat Ausschlag von der Malariamedizin – ich habe Ausschlag, weil die ganze Wut und Hilflosigkeit irgendwo raus muss.

Das Wort NEIN ist für mich wie eine Kriegserklärung, deshalb habe ich den perfekten Beruf gewählt. NEIN ist für Journalisten wie ein Startschuss.

Wir sortierten unser gesamtes Equipment in zwei ungleich große Haufen. Ein Haufen für See Cargo – einen kleinen Haufen für mobiles Equipment in Costa Rica und Panama.

Der Hilux gibt sein Ersatzrad ab (Bild: Silke Gondolf)

Der Hilux gibt sein Ersatzrad ab (Bild: Silke Gondolf)

Da die Crew packen musste und trotz aller Bemühungen noch immer keine vier Arme und Hände hat, musste ich drehen. Keine Angst, ich habe nicht vor den Beruf zu wechseln! ;)

Dann mussten wir lange warten.

Gestrandet in San Pedro Sula (Bild: Silke Gondolf)

Gestrandet in San Pedro Sula (Bild: Silke Gondolf)

Und Warten ist hier normal.

Hängematten Schläfer (Bild: Silke Gondolf)

Hängematten Schläfer (Bild: Silke Gondolf)

Dann ging es irgendwann doch weiter bei uns.

Selbst ist der Mann - der Hilux ist bald oben ohne (Bild: Silke Gondolf)

Selbst ist der Mann - der Hilux ist bald oben ohne (Bild: Silke Gondolf)

Dann kamen die Klebebandrollen und die Pappkartons und ZappZerapp war alles verstaut und verklebt.

Verpacken (Bild: Silke Gondolf)

Verpacken (Bild: Silke Gondolf)

Dann kamen starke Männer und schleppten unser Zeugs in das Büro von Schenker

Videoblog Panamericana

(Verpacken-Video: Silke Gondolf)

Alles schien zu klappen, alle Papiere und Einfuhrgenehmigungen für Kolumbien schienen OK zu sein – die Sache erschien perfekt.

Wir haben Probleme (Bild: Silke Gondolf)

Wir haben Probleme (Bild: Silke Gondolf)

Und dann ging gar nichts mehr. Das Schiff fährt ohne unseren Hilux ab.
Nachdem wir den ganzen Tag mit umpacken, verpacken und Schiffsroutenplanung verbracht hatten – stellte “man” fest, dass das Boot am Mittwoch voll ist.
Ganz banal und doof.
Dann ging das NEIN-Spielchen los:

** Das Boot war also voll. “NEIN, das kann nicht sein – bitte schecken ob vielleicht ein Container abspringt …”

** Ein anderes Boot fuhr später und nicht an den Hafen Kolumbiens, den wir brauchen. “Vielleicht können wir danach auf ein anderes Boot nach Kolumbien wechseln? NEIN?! NEIN!”

** Ein anderes Boot fuhr von El Salvador ab, kam aber auch nicht früher an. “NEIN, das geht gar nicht.”

** Ein weiteres Boot fuhr zu einem Atlantik Hafen in Costa Rica – das nimmt aber keine Autos – “NEIN, wie blöd!”

** Ein anderes Boot fährt über den Pazifik von El Salvador nach Ecuador – allerdings ewig lange – “NEIN, das macht keinen Sinn.”

** Ein Flugzeug fliegt Cargo von San Pedro nach Medellín – ist aber teuer. “NEIN, teuer kann jeder!”

** Vielleicht doch den Hilux in einen Truck packen und die Zollpapiere in El Salvador fertigen und so undercover durch Nicaragua – NEIN – NEIN – NEIN

** Ein anderes Boot fährt 10 Tage später als geplant und braucht dazu noch 4 Tage länger zum Ziel – “JA! SUPER, das nehmen wir!” – denn das ist momentan unsere EINZIGE elende Chance!

Hätte ich mal meine Stricknadeln mitgenommen, dann könnte ich in der Zeit rote Wollhandschuhe und kratzige, rote Pudelmützen für ganz Nicaragua stricken – das brauchen die so dringend, wie ich deren Landesverbot.

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