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25. April 2010
Das Schwein fliegt mit: zurück in die Mitte der Welt!![]() Unser Schwein fliegt mit! (Bild: Silke Gondolf) Klar, Tesla hat “das Schwein” mit eingepackt – das fliegt natürlich mit! Vier Stunden von Ushuaia nach Buenos Aires, dann 13,5 Stunden nach Frankfurt – wir kommen morgen Nachmittag in Deutschland an. Wir werden uns wie die Zombies fühlen. So lange weg gewesen – und doch so schnell am Ziel! Die Jungs fahren noch 2 Tage den Hilux 3.040 Kilometer nach Buenos Aires. Dort werden sich die beiden wieder als “PänÄm International Im- & Export Ltd.” verdingen, um danach auch den Kontinent zu verlassen. ![]() Buenos Aires 3.040 Kilometer (Bild: Silke Gondolf) Bald werden wir keine Koffer und Säcke mehr ein und auspacken, keine lustigen, chaotischen Teammahlzeiten mehr haben, nie mehr stundenlang hinten in einem Hilux sitzen, endlich mehr als zwei Nächte an einem Ort schlafen, und Kino, Buchläden, eine Klingel an der Haustür und einen Briefkasten und einen vollen Kühlschrank genießen. Amerika von ganz oben bis ganz unten… Landschaften und Menschen oberhalb und unterhalb des Äquators ähneln sich. Die Architektur, das Temperament und das Essen sind ähnlich. Menschen, Welten voneinander entfernt – haben viele Parallelen. Tesla und ich werden morgen in Frankfurt landen und gehen plötzlich und das erste Mal seit sechs Monaten getrennte Wege. Das Erstaunlichste an der ganzen Mammutreise waren wir, die “PänÄms”. (Die vornehme deutsche Bescheidenheit mal zur Seite gestellt.) Denn wir hockten fast 24 Stunden aufeinander, wir teilten unser Schicksal – so kitschig wie das klingt, aber so war das. Was der schiere Wille alles möglich macht, haben wir gesehen. “Ushuaia” war noch so abstrakt in Los Angeles – Carlos, der Low Rider hat uns für Wahnsinnig gehalten! – und jetzt ist es so normal. Die größte Herausforderung war nicht die lange Strecke, das Klima oder die politischen Situationen der einzelnen “Problemländer” – die größte Herausforderung war für mich, nie zu wissen, in was ich als nächstes hineingerate. Im Guten wie im Schlechten. Normalerweise recherchiere ich vor jedem Dreh penibel genau alles, mache Termine und Drehabläufe klar, spreche die Sprache und habe mir vorab fundiertes Fachwissen angelesen. Auf der Panamericana war das komplett anders. Ich kam nie dazu, mich vorzubereiten, ich kann die Sprache nicht – und ich schlitterte jedes Mal “kalt” in die Themen und Menschen. Das war meine größte Herausforderung und es hatte seine ganz eigene, zum Teil aber auch wirklich nervenraubende, Qualität gehabt. Wichtig war, sich für nix zu blöd, für nix zu Schade zu sein. Selbstsicheres Auftreten bei absoluter Ahnungslosigkeit war Grundvoraussetzung. Und Stamina, stoische Gelassenheit und viel Humor… Werde ich mit unseren thematischen Stippvisiten der Panamericana von 2010 gerecht? Keine Ahnung. Da sollen sich andere Gedanken drüber machen. Reisende verweilen nicht, ich kann’s wirklich nicht sagen. Mit allen Umwegen haben wir 39.987 Kilometer mit dem ollen Luxi zurückgelegt. Der japanischen Rennsemmel mit dem Schnorchel. Es ist unwesentlich wie weit und lange man fährt. Es geht lediglich um den Blickwinkel auf das Stück Welt, auf der man steht. Keine Reise ist per se spektakulär, bloß weil sie gaaaaanz weit weg führt. Nächstes Projekt? Vielleicht die “PanGermania” – die A7 von Ellund nach Füssen Ich blogge jetzt nur noch sporadisch – was Euch aber nicht davon abhalten soll, weiter Kommentare zu schreiben oder Fragen zu stellen. Ich werde die Kommentare jeden Tag checken und beantworten. Die “Panamericana-Serie” geht Anfang 2011 auf Sendung im NDR und wir werden die Werbetrommeln rühren, damit Ihr davon hört! Danke – dass Ihr mitgefahren seid! Keep on truckin’! Silke Gondolf (ein letztes Mal aus Ushuaia, dem “Ende der Welt” in Argentinien) Posted von Panamericana-Team in Argentinien |
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24. April 2010
Ushuaia – manchmal ist es zu früh zu spät: OK, wir gehen!Nachdem wir uns heute wieder von Kühlschrankresten der kurz vor Torschluss stehenden Hotels und Restaurants ernährt haben – diesmal mit viel Soße … ![]() Lecker Soßen für die Essensreste in Ushuaia (Bild: Silke Gondolf) ….. und uns beim Anschauen eines Fotobandes von 1966 Angst und Bange wurde (denn so sehen wir auch bald aus!), packen wir unsere 70.000 Sachen! ![]() Da haben wir noch einmal Glück gehabt... (Bild: Silke Gondolf) Denn wenn wir länger bleiben, brauchen wir teure Felle, einen Frisör und viel Haarwachs. Mittags studierten wir die Ushuaia-Tageszeitung und fanden interessante Neuigkeiten. Barbra Streisand wurde heute 68 Jahre alt – ein Thema, das zum Nachdenken über das eigene Alter anregt … ![]() Barbra Streisand hatte heute Geburtstag (Bild: Silke Gondolf) ![]() Pingu News (Bild: Silke Gondolf) Des Weiteren in dieser Ushuaia-Tagesszeitung: Aufgrund der erhöhten Nachfrage sind Heizgeräte 3,5 Mal billiger als Kühlschränke. Das macht endlich mal Sinn. ![]() Heizungen in Ushuaia kosten ca. 250 Dollar (Bild: Silke Gondolf) ![]() Kühlschränke kosten 3.5 mal soviel in Ushuaia (Bild: Silke Gondolf) Und falls man es nicht glauben will: Das Wetter auf/in der Antarktis ist bewölkt und gemein kalt. ![]() Minus 29 Grad auf Antarctica (Bild: Silke Gondolf) Ushuaias Hafen weckt jedoch Träume vom “wirklichen” Ende der Welt, der Eiswelt – dem Südpol: ![]() 1.000 Km bis ins Packeis oder lieber 4.200 Km nach Afrika (Bild: Silke Gondolf) Nur noch winzige 1.000 Kilometer und wir wären DA gewesen – ehrlich gesagt, fällt es mir schwer, unverrichteter Dinge hier abzuhauen. Nur 1.000 Kilometer, das ist ein Katzensprung! Mist! ![]() Ushuaia Hafen.... (Bild: Silke Gondolf) ![]() Tickets nach Antartica gibts hier... (Bild: Silke Gondolf) Tesla und ich versuchten uns im Shopping. Aber das war nix. Außer einem Pinguin -Schlüsselanhänger konnten wir nichts ergattern. ![]() Pinguinlampe (Bild: Silke Gondolf) ![]() Tesla + Silke mit Pinguinpudelmützen (Bild: Silke Gondolf) ![]() Pinguin mit Menschenpudelmütze (Bild: Silke Gondolf) Die Jungs sind inzwischen mit dem Hilux in Río Gallegos angekommen, haben alles alleine gemanagt: zwei Grenzen und eine Fähre ohne ein Wort Spanisch! Michi schickte uns dieses Foto: ![]() Tachostand am Ende der Welt (Bild: Michael Kern) Der legendäre Luxi Panamericana Kilometerstand = 39.987!!! Heiliges Blechle – wo waren wir bloß überall??? Amerika ist ganz schön lang! Die Jungs verschiffen den Hilux in Buenos Aires, unser Equipment fliegt nach Hamburg und die Jungs dann auch ab nach Hause. Tesla und ich fliegen morgen ab Ushuaia – dann Buenos Aires und dann Frankfurt. Wir sind beide ganz schön groggy, denn jetzt dürfen wir endlich mal groggy sein! Nein, wir sind nicht traurig, dass die Reise zu Ende ist! JA, WIR SIND SO TOTAL UNCOOL UND FREUEN UNS AUF DEUTSCHLAND!!! Silke Gondolf (Ushuaia, Argentinien) Posted von Panamericana-Team in Argentinien |
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23. April 2010
Ushuaia – das Universum schlägt zurück…![]() Ufo-Wolke über Schneebergen (Bild: Silke Gondolf) ![]() Ushuaia-Panorama (Bild: Silke Gondolf) Kühe und Fische arbeiten gemeinsam an unserer Vernichtung. Es ist eine Verschwörung zugange am Ende der Welt…. Als erstes brachte mich ein Stück gebratene Kuh aus der Umlaufbahn, so dass ich im Bett lag! Dann schlugen die Fische zu: King Crab und Seekarpfen attackierten Teslas und Michis Mägen – blasse Gesichter am Morgen! Wir empfehlen allen Reisenden in Ushuaia eine Fastenwoche einzulegen – und zwar freiwillig! Da wir ja “zu spät” sind, essen wir hier wohl gerade die Reste aus den Hotel und Restaurant Kühlschränken! ![]() Dogs Day in Ushuaia (Bild: Silke Gondolf) Aber ich will Euch nicht weiter mit unserer Magen-Darmflora belästigen – sondern mit den außerordentlich schönen, atemberaubenden und wirklich wirklich wirklich für immer in Erinnerung bleibenden P I N G U I N E N auftrumpfen! Wir fuhren zu Estancia Harberton, das ist ein bisschen ab vom Schuss, selbst wenn man Ushuaia als Maßstab nimmt. ![]() Ruta J (Bild: Silke Gondolf) Eine sehr schöne Schotterpiste namens “Ruta Nacional 0 (NULL)” oder “Ruta Nacional” führt dort hin. Das ist die südlichste Straße Argentiniens – wenn wir schon von Extremen reden. Hier wohnen Menschen in einsamen kleinen Blockhütten, hier sollte man mal eine Folge “Gaucho sucht Frau” machen… Von der Estancia Harberton aus kann man mit einem Boot zur Isla Martillo fahren. Hier tummeln sich im SOMMER (unser Winter!) die Magellan Pinguine. aber wir sind ja für alles “zu spät” hier unten und die Magellans sind schon umgezogen, in den sonnigen Norden wo die knackigsten Fische schwimmen. “Wir hatten wieder ein Schwein!” (Zitat Tesla), und dieses Schwein scheint sich unter uns richtig wohl zu fühlen! Das glaubt uns bald “kein Schwein” mehr, aber das Glück ist mit den Ahnungslosen: Wir kamen mit dem Boot zur Isla Martillo und wir sahen eine nette kleine, freundliche Gentoo Pinguin Population! ![]() Frischen Fisch im Bauch (Bild: Silke Gondolf) Die Herrschaften waren gerade fertig mit Dinner – frischer (!) Fisch und frische (!) Krustentiere und gingen an Land zu ihren Kuschelsteinen. Die Gentoos bauen Nester aus Kieselsteinen… “Gentoos sind gebaut für harsches und sehr kaltes Klima” (Zitat Wikipedia) – also nicht so Weicheier, wie die Magellans – oder wie Tesla und ich. ![]() Nestbauprobe für Jungtiere (Bild: Silke Gondolf) Andrea Raya Rey ist Pinguin Forscherin , mit ihr durften wir rausfahren auf die Insel und aussteigen! Sie kontrolliert regelmässig diese relativ neue, festansässige Gentoo Truppe, viele von den Wackelmännchen haben ID Chips. ![]() Andrea und zwei Gantoos (Bild: Silke Gondolf) Michi drehte den letzten Magellan Pinguin der Insel untersichtig, denn das war ja schließlich ein Held. Der letzte Magellan, der der Kälte trotzt! ![]() Michi auf der Pirsch (Bild: Silke Gondolf) Es war kalt. Der Wind pfiff über das Wasser. Es roch nach starkem Pinguinparfüm. ![]() Hola Pingus! (Biild: Silke Gondolf) Die Gentoos sind hübscher und größer als die Magellans und total zutraulich. An Land haben sie keine Feinde und sie sind immer so mit sich selbst beschäftigt, das die keine Kameraklicks oder den robbenden Michi mitkriegen. ![]() Gantoo-Pinguine + ein Magellan (Bild: Silke Gondolf) Sie putzen sich, gucken ständig, ob noch alle Körperteile dran sind, die Jugend übt den Nestbau mit Ästen (für noch grobmotorische Gentoo Jugendliche), die Alten klauen sich gegenseitig Steine (Gentoo Zahlungsmittel), dann trompeten sie laut (Text: “Meins! Meins! Meins! Alles MEINS!”), zoffen sich und sind in ihrem Element. ![]() Pinguin-Zoff (Bild: Silke Gondolf) ![]() Immer beschäftigt ... (Bild: Silke Gondolf) ![]() Ich kommeee ! (Bild: Silke Gondolf) Und nachdem ich meine Knipse heiß fotografiert hatte und alle 40 Wackelmännchen abgelichtet waren – zogen wir von dannen. Gerne wären wir länger geblieben. Die Flugunfähigen waren leider unsere letzte Drehetappe auf der Reise. ![]() Drei Pingus am Abend (Bild: Silke Gondolf) ![]() Beagle-Kanal Sonnenuntergang (Bild: Silke Gondolf) ![]() Sonnenuntergang (Bild: Silke Gondolf) Jetzt müssen wir packen. Silke Gondolf (Ushuaia, Argentinien) Posted von Panamericana-Team in Argentinien |
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22. April 2010
Ushuaia – Sie haben Ihr Ziel erreicht!SIE HABEN IHR ZIEL ERREICHT!!! ![]() Dahinten ist das Ende der Welt (Bild: Silke Gondolf) Aber zuerst mussten wir wieder zurück nach Argentinien! Torres del Paine liegt ja in Chile, falls das jemand überlesen haben sollte – Ushuaia liegt jedoch in Argentinien. ![]() Aquarell-Himmel (Bild: Silke Gondolf) Argentinien und Chile liegen sich seit langer Zeit in den Haaren, wer denn nun von beiden die südlichste Stadt der Welt hat. ![]() Ruta 3 Richtung Süden (Bild: Silke Gondolf) Aber Weltenbummler sind hartnäckig: Ushuaia ist seit Jahren der auserkorene Spot für das “Ende der Welt” der Menschheit. ![]() Schön... Sehr schöne Strecke auf der Ruta 3 (Bild: Silke Gondolf) Und da wir manchmal gerne mit dem Strom schwimmen: auch für die PänÄms ist hier “Ende Gelände“! Das Ende der Reise. Das Ende der mit dem Luxi befahrbaren Welt. Das Ende der Welt von mir aus auch. Das Ende des endlosen Teer- und Schotterstreifens namens Panamericana. Ushuaia: unser Hotel hat Badewannen, heißes Wasser und ein Spa… seufz. Wir sind auf der Suche nach Pinguinen – denn DIE sind inzwischen alle nach NORDEN abgehauen, weil es denen zu kalt geworden ist! Bloß wir flattern hier noch mit Daunenjacke und Skihose gackernd rum! Die Jungs sind hart im nehmen – Tesla und ich sind die einzigen, die schnattern… Wir können eben nicht gegen einen Bayern (Chris) und einen Schweizer (Michi) “anstinken“ – dafür schwitzen wir aber so gut wie nie! ![]() Ushuaia Cityflair (Bild: Silke Gondolf) Ein immer wieder kehrender – und immer häufiger wieder kehrender Spruch – der Einheimischen nervt langsam: “Wären Sie einen Monat früher hier gewesen, dann hätten Sie: …Pinguine, Flamingos, Sonnenschein gehabt, hätten alle Hotels noch geöffnet, nicht alle guten Restaurants hätten geschlossen und würden noch die Boote fahren….etc. pp.). Aber wir sind hartnäckig – selbst wenn wir die “letzten” Touristen sind. Ich will Pinguine – denn was wäre ein Ende ohne Pinguine?! Und “wollen” hat auf diesem Trip schon einige Berge versetzt ![]() Ushuaia Hafen (Bild: Silke Gondolf) Wenn wir keine Pinguine finden machen wir eben eine Reportage über Fritten- und Hot-Dogbuden am “Ende der Welt”. Das Zeugs schmeckt nicht, aber das “Advertising” ist großartig. ![]() Choripan (Bild: Silke Gondolf) Morgen ist unser letzter Drehtag! Whow – ich weiß gar nicht wie ich das finden soll! Silke Gondolf (Ushuaia, Argentinien) 21. April 2010
Fahrt Torres del Paine nach Porvenir: Magellanstraße – aber ganz flott…!
Leider wird es ja im Süden immer kälter – heute Morgen schlitterten wir mit unserem Gepäck Richtung Hilux und der war tiefgefroren. ![]() Tesla on the road (Bild: Silke Gondolf) Der Wind fegt über den See und die Augen tränten vor Kälte… Neeee – das ist schon ungemütlich! Aber schön ![]() Farbenflash am Morgen (Bild: Silke Gondolf) ![]() Doppelwhopper (Bild: Silke Gondolf) Was mich beruhigt, es ist auch den Gauchos kalt! Guckt Euch den Reiter mal genauer an – dem ist auch nicht warm! ![]() Gaucho bei der Arbeit (Bild: Silke Gondolf) Wir galoppierten mit Vollgas Richtung Punta Arenas, denn dort mussten wir um spätestens 14.00 Uhr die Fähre über die Magellanstraße erwischen! Ich knipste bei zulässiger Höchstgeschwindigkeit die vorbeifliegende Schönheit Patagoniens. Mist – wieso haben wir nicht mehr Zeit? ![]() Keine Zeit mehr! (Bild: Silke Gondolf) Hier könnten wir an jeder Kurve die Kameras wieder auspacken und traumhafte Landschaften drehen – aber… ![]() Ganz viel Platz ... (Bild: Silke Gondolf) Tschüss Patagonien – Hola Feuerland! ![]() Vollgas zur Fähre! (Bild: Silke Gondolf) ![]() Feuerland ... links abbiegen! (Bild: Silke Gondolf) ![]() Feuerland (Bild: Silke Gondolf) Deutschpünktlich kamen wir um 14.00 in Punta Arenas an! Uff… ![]() Punta Arenas und die Magellanstraße (Bild: Silke Gondolf) Aber wo genau ist denn der Ableger? Schiffe überall… ![]() Wo ist unsere Fähre? (Bild: Silke Gondolf) Wir haben es aber geschafft, klaro – so kurz vor Schluss wollen wir ja nicht an Kleinigkeiten scheitern… ![]() Unsere Fähre! (Bild: Silke Gondolf) Die Autofähre, yes! So, nun hatten wir aber keine chilenischen Pesos mehr, nur noch argentinische und niemand wollte unsere hübsche Masterkarte! ![]() Tesla checkt uns ein (Bild: Silke Gondolf) Tesla hat’s mal wieder “arrangiert”– umgerechnet 95 US Dollar für Luxi und vier PänÄms! ![]() Luxi auf der Fähre (Bild: Silke Gondolf) Dafür kostete der Kaffee an Bord zwei Dollar und die Papp-Sandwiches wurden in der Microwelle auf Hochofentemperatur gebracht. ![]() Fähre (Bild: Silke Gondolf) UND: Wir wurden in der Kabine mit grausigster spanischer Soap Opera beschallt. Alle Schauspielerinnen flennen non stop – oder schlagen sich gegenseitig, Männer raufen sich die Haare und tragen dicke Goldketten…. Gut das es iPod’s gibt und tolles “Fenster TV”. ![]() Magellanstraße am Abend (Bild: Silke Gondolf) Die Fahrt dauerte drei Stunden – es wackelte und wieder wurde niemandem von uns schlecht. Fast hätten wir die Landung verpennt… ![]() Magellanstraßen-Passagiere (Bild: Silke Gondolf) Nun sind wir in Porvenir – das ist auf der anderen Seite der Magellanstraße. Hier ist der Hund begraben. ![]() Porvenir City Flair (Bild: Silke Gondolf) ![]() Zielhafen Porvenir (Bild: Silke Gondolf) Morgen, morgen fahren wir nach Ushuaia - dann sind wir an unserem Ziel. So ganz begreifen tun wir das nicht – denn jetzt könnten wir doch eigentlich auch bis Antarktika fahren, schwimmen? Die Luft und das Licht sind schon “arktisch blau”! “Ziel” ist was Komisches – irgendwie passt das Wort nicht zu unserer Reise – dann ist zwar die Straße zu Ende, aber mehr auch nicht… theoretisch… könnte man… Silke Gondolf (Porvenir, Chile) Posted von Panamericana-Team in Chile |
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20. April 2010
Torres del Paine: EiszeitDas Wetter wollte heute mal zeigen, was es alles so kann: Sonne, Regen, Nebel, Schnee, Sturm – alle 30 Minuten etwas anderes… Wir warteten auf die “Hinkelsteine” (CUERNOS DEL PAINE) … ![]() Interessantes Wetter (Bild: Silke Gondolf) ![]() Jodel-Motiv (Bild: Silke Gondolf) Nach zwei Stunden Warten und Hoffen kamen die dann endlich ans Licht – nur kurz, aber immerhin! ![]() Na endlich! (Bild: Silke Gondolf) ![]() Sonne und Regen gleichzeitig (Bild: Silke Gondolf) Dann fuhren wir Richtung Grey-Gletscher und das Wetter wurde richtig mies. Ich dachte schon, wir müssen später den Gletscher in unsere Nebelbilder reinzeichnen… Doch wir hatten wieder “ein Schwein“ (Zitat Tesla)! ![]() Eiszeit (Bild: Silke Gondolf) Die Sonne schaffte es durch die Regenwolken, es stürmte wie wahnsinnig – und wir bekamen dramatische Gletscherbilder. Das Boot konnte bis auf 50 Meter ranfahren – aber nix knackte oder knirschte! ![]() Gletschereis (Bild: Silke Gondolf) ![]() Grey-Gletscher 2 (Bild: Silke Gondolf) ![]() Kapitän und Ranger (Bild: Silke Gondolf) ![]() Michi im Eis (Bild: Silke Gondolf) ![]() Regen - Schnee und Eis (Bild: Silke Gondolf) Keine Frage : Es war bibberkalt und nass – aber das war komplett vergessen bei diesem Anblick. Eis, Eis, Eis – in allen Blautönen! Wir Mädels sahen ganz schön durchgefroren aus – den Jungs macht das alles nichts! ![]() Die Jungs (Bild: Silke Gondolf) ![]() Die Mädels (Bild: Silke Gondolf) ![]() Die Pän-Äm-Schuhfashion (Bild: Silke Gondolf) So – und ich geh jetzt was essen – der Rest sitzt schon am Tisch und futtert! Ich könnte zu so einem gelungenen Tag ganze Artikel schreiben (mach’ ich aber nicht, denn dann bekomme ich nichts zu essen mehr!). Das war schon wieder ein Highlight. Hoffentlich fragt mich niemand, welches DAS Highlight auf der PänÄm-Strecke war – ich weiß es nicht!!! Silke Gondolf (Torres del Paine, Chile) Posted von Panamericana-Team in Chile |
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19. April 2010
Fahrt El Calafate – Torres del Paine: Puma! Puma! Puma!![]() Strohfrau am Straßenrand (Bild: Silke Gondolf) El Calafate entließ uns im Morgengrauen. Wir mussten früh los, denn um in den Naturpark Torres del Paine zu kommen müssen wir mit Sack und Pack wieder über die argentinisch-chilenische Grenze. Und da dieser Prozess ja immer voller Überraschungen ist fuhren wir extra früh los. ![]() Luxis schönster Schatten (Bild: Silke Gondofl) Der Hilux schnurrt wie ein frohes Kätzchen auch durch eisigstes Land – schönstes eisiges Land! ![]() Bitter-Kalt... (Bild: Silke Gondolf) ![]() Endlose Straße (Bild: Silke Gondolf) ![]() Schnee und Eis (Bild: Silke Gondolf) ![]() Sanfte Hügel im Dauerwind (Bild: Silke Gondolf) ![]() Rüsselschmuck (Bild: Silke Gondolf) Die Straße war mal wieder eine Schotterpiste, alle paar hundert Kilometer eine einsame Tankstelle mit noch einsamer dreinblickenden Gestalten – aber das kennt ihr ja jetzt inzwischen. Doch dann kam Überraschung Nummer 1 Gauchos mit einem Haufen Schafe unterwegs in wärmere Gefilde. So ein Gewühl und so etwas Kitschiges hat die Welt noch nicht gesehen! Augenschmaus bei eisigem Wind — und ich werde hier erfrieren, wenn das so weitergeht! ![]() Drei Gauchos mit Hunden (Bild: Silke Gondolf) ![]() Luxi wird markiert (Bild: Silke Gondolf) ![]() Weltbestes Windrad (Bild: Silke Gondolf) ![]() Schafs-Round-Up (Bild: Silke Gondolf) ![]() Zuschauer-Vogel (Bild: Silke Gondolf) ![]() Gaucho am Horizont (Bild: Silke Gondolf) ![]() Hauspumas in der Sonne (Bild: Silke Gondolf) Dann fuhren wir bei Schnee und ordentlichen Windböen zum Eingang des Nationalparks “Torres del Paine“. Guanakos überall – wir können die Welt mit Footage und Guanako-Portraitfotos beliefern – Herden säumen den Straßenrand. ![]() Guanakos überall (Bild: Silke Gondolf) Und dann kam Überraschung Nummer 2 Unser Hilux ist zu FETT und zu SCHWER um über die Bretterbrücken im Park zu fahren. Das Limit für die Brücken beträgt 1,5 Tonnen – aber der Luxi wiegt wohl 3 Tönnchen. ![]() Luxi ist zu fett für die Brücke (Bild: Silke Gondolf) Wer denkt denn an so etwas? Wir mussten also umdisponieren und in ein anderes, total überteuertes Parkhotel fahren … Grrrrhh … Und dann kam Überraschung Nummer 3 “Das Glück ist mit den Doofen” – lautet eine alte chinesische Weisheit: Wir tuckern so durch die Gegend, drehen den Nebel und die Berge und die Guanakos – plötzlich schreit Chris: PUMA! PUMA! PUMA! – Ja: Da war ein großes Kätzchen auf der Pirsch! ![]() Puma auf der Jagd (Bild: Silke Gondolf) Ganz schön groß die Viecher! Ich kannte die bisher nur aus den USA – da sind die aber zwei Nummern kleiner und fressen gerne Jogger! Der hier kann eine ganze Tourgruppe anknabbern… Jetzt sitze ich im Hotel neben einer Heizung mit Daunenjacke und Schal – mir graut vor morgen. Wegen der Kälte. Ich weiß nicht, wie das die Jungs machen: Ohne Handschuhe stehen die in der Kälte… ![]() Windbeständige Bäume (Bild: Silke Gondolf) Aber ich freu’ mich auf morgen – dieser Park ist ein echtes Schmuckstück!!! Wunderschöne Kulisse – so soll es sein, wenn man so weit fährt, wie wir J 18. April 2010
Fahrt Bajo Caracoles nach El CalafateZivilisation… ![]() Aufbruch morgens aus Bajo Caracoles (Bild: Silke Gondolf) Nix wie weg aus dem Kaff – hier gibt’s nix zu essen, kein Internet und es ist derbe kalt! ![]() Lange staubige schöne Wege (Bild: Silke Gondolf) Unterwegs begegneten uns wieder die kleinen, witzigen “Roadrunner” namens Nandu. Das sind echte Flitzer – Hals vorgestreckt und ab geht’s mit 45 Km/h! ![]() Roadrunner Nandu (Bild: Silke Gondolf) Wir gaben Gas heute, Michi am Steuer wirbelte einiges an Staub auf … ![]() Schneeberge in Patagonien (Bild: Silke Gondolf) ![]() Rechts herum (Bild: Silke Gondolf) Kaum ein Mensch auf der Straße – kaum ein Haus und erst recht kein Dorf in Sicht. Hier liegt der Hund begraben. Schön ist es. Still ist es. Aber es ist kalt und es ist verdammt windig! Nach 400 Kilometern fast ausschließlich Schotterpiste, kamen wir in El Calafate an. Morgen geht’s direkt weiter nach Torres del Paine. Silke Gondolf (El Calafate, Argentinien) Posted von Panamericana-Team in Argentinien |
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